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 Steckt auch ihn Dir ein Feuerwehrmann?

 


 

 Wir sind für Sie da, 24 Stunden an 365 Tagen

 


 

Als viertes Bundesland nach Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein hat Hessen eine Rauchmelder-Pflicht in Wohnungen eingeführt. Danach müssen in Schlafräumen, Kinderzimmer und Fluren, die als Rettungswege dienen, mindestens jeweils ein Rauchmelder angebracht werden.

Der neue und zugleich erste Rauchmelderfilm der Kampagne
 “Rauchmelder retten Leben”
wurde am Donnerstag, dem 09.10.2008 auf der SECURITY ESSEN präsentiert
Und seit 11.10.2008 gibt es ihn auch bei uns zu sehen.
Unter einer Decke“ zeigt auf rührende Art und Weise, wie ein Rauchmelder das Familienleben über verschiedene Lebensphasen hinweg bewacht und behütet.

 
www.rauchmelder-lebensretter.de


 


 

Ob bei Feuer, Unfall oder anderer Notlage: Deutschlands Feuerwehr-Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe

Im Notfall das Richtige tun

Bei der Abgabe des Notrufes 112 sind folgende Angaben wichtig:

  • Wer ruft an?
  • Was ist passiert?
  • Wo ist es passiert?
  • Beantworten Sie die Fragen der Leitstelle!

Legen Sie erst auf, wenn die Leitstelle Sie dazu auffordert.

Allgemein gilt:

  • Bewahren Sie Ruhe und Übersicht.
  • Bitten Sie Augenzeugen und Passanten gezielt um Mithilfe.
  • Bleiben Sie bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte vor Ort
    und halten Sie sich für Rückfragen und zum Einweisen bereit.


 

Diese Sirenensignale haben im Frieden folgende Bedeutung:
 

Signal

Bedeutung

1 Minute Dauerton - 2x unterbrochen

Feueralarm

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr werden zum Einsatz gerufen.

1 Minute Heulton

Katastrophenalarm

Alle Fenster und Türen schließen und das Radio einschalten.

1 Minute Dauerton

Entwarnung

Allgemeine Information zum Katastrophenalarm:

  • Schalten Sie Ihr Rundfunkgerät ein und achten Sie auf Durchsagen !
  • Halten Sie Fenster und Türen geschlossen - holen Sie ihre Kinder ins Haus !
  • Wichtige Dokumente und Medizin zur Mitnahme bei einer evt. Evakuierung bereitlegen !
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn und Straßenpassanten über die Durchsagen !
  • Helfen Sie älteren und behinderten Menschen. Informieren Sie ausländische Mitbürger !
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden genau !
  • Telefonieren Sie nur im Notfall ! - Fassen Sie sich kurz !
  • Die Einsatzkräfte sind auf freie Telefonleitungen angewiesen - besonders in den Mobilfunknetzen !
  • Sind Sie selbst und Ihre Nachbarn von Schäden nicht betroffen: Bleiben Sie dem Schadensgebiet fern !


 

Sicher in den eigenen vier Wänden

Jährlich ereignen sich in Deutschland circa 230.000 Brände in Privatwohnungen. Rund 600 Menschen sterben dabei. Nach Expertenschätzung sind die meisten Unglücke jedoch durch vorbeugende Maßnahmen vermeidbar.

Zu Hause fühlen wir uns sicher, Gefahren lauern draußen. Wer das denkt, der irrt gewaltig: Jedes Jahr passieren mehr tödliche Unfälle im eigenen Haus und Garten als im Straßenverkehr! Der Alltag kennt viele gefährliche Fallen: Verbrennungen, Ersticken, Stromunfälle, Verbrühungen et cetera.

 

Typische Brandursachen im Haushalt

Elektrische Geräte:
Fast jeder vierte Brand in Privathaushalten entsteht durch elektrische Haushaltsgeräte. Häufig sind die Geräte einfach alt, haben technische Defekte oder der Eigentümer behandelt sie nicht sachgemäß. Besondere Gefahren gehen von Heizgeräten, Heizdecken, Heizkissen und Bügeleisen aus. Aber auch Geräte, die sich im Dauerbetrieb befinden, wie Kühlschränken oder Tiefkühltruhen, können gefährlich werden: Neben einem Kurzschluss kann über Jahre angesammelter Staub zu einem Hitzestau führen und das Gerät in Brand setzen.
Brände werden auch durch Fernseher, Hi-Fi-Anlagen oder Küchengeräte ausgelöst. Besonders problematisch ist, dass immer mehr Elektrogeräte im Stand-by-Modus betrieben werden, also jederzeit betriebsbereit sind. Dadurch wird nicht nur Strom verschwendet, sondern es erhöht sich durch Überhitzen auch die Brandgefahr, wenn sich beispielsweise leicht brennbare Materialien in der Nähe befinden. Ebenso brandgefährlich sind Mehrfachsteckdosen, wenn sie unsachgemäß behandelt werden oder einfach mangelhaft sind. Beispielsweise können eine Staubschicht oder der Anschluss und Betrieb von mehreren Geräten gleichzeitig einen Brand verursachen. Gefährlich wird es immer dann, wenn zu viele Geräte mit hoher Stromaufnahme an einer Steckdosenleiste angeschlossen sind. Heizlüfter, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Elektrofondues oder Haushaltgrills gehören nicht an Mehrfachsteckdosen, da jedes einzelne Gerät sehr leistungsintensiv ist. Werden mehrere dieser Geräte an eine Mehrfachsteckdose angeschlossen und gleichzeitig betrieben kann dies zu einer Überlastung mit Hitzeentwicklung führen, die schließlich den Brand auslöst. Mehrfachsteckdosen sind auf eine Leistung von rund 3.000 bis 3.500 Watt ausgelegt, ein Heizlüfter liegt schon bei 1.500 bis 2.000 Watt.

Feuerstellen und Heizgeräte:
Häufig wird unterschätzt, wie stark die Wärmequellen, wie Kamine, Öfen, Heizstrahler– und lüfter, Gegenstände in ihrer unmittelbaren Umgebung aufheizen und beispielsweise leicht entzündliche Flüssigkeiten in Brand setzen. So entwickeln Benzin, Äther oder andere leicht brennbare Reinigungsmittel bereits bei Zimmertemperatur Dämpfe, die sich in Verbindung mit Frischluft schlagartig entzünden können. Besonders Stoffe und Textilien fangen schnell Feuer, wenn sie sich zu nah an einer Leuchte befinden. Große Aufmerksamkeit sollte vor allem auf Kerzen liegen, die sich in der Nähe von leicht entflammbaren Materialien wie Gardinen oder Papier befinden.


 

Küche:
Die Küche ist Brandherd Nr. 1. Beim Frittieren und Braten können Fette in Brand geraten. Flammen aus der Bratpfanne oder Friteuse sollten niemals mit Wasser gelöscht werden, weil dadurch eine Fettexplosion ausgelöst wird. Ebenso birgt die nicht abgeschaltete Herdplatte auf der noch ein Topf oder eine Plastikschüssel steht, eine große Gefahr.

Brennbare Flüssigkeiten und Spraydosen:
Benzin, Heizöl, Lösungsmittel, Alkohol, Lacke und andere leicht entzündliche Flüssigkeiten stellen immer ein erhöhtes Brandrisiko dar. Als Auslöser reicht bereits ein Bügeleisen, eine elektrische Heizung oder ein Ofen.

Adventszeit
In der Weihnachtszeit glänzen Wohnungen im festlichen Schimmer von Kerzenlicht und Christbaumbeleuchtung. In dieser besinnlichen Atmosphäre erhöht sich das Brandrisiko erheblich. Ein ausgetrockneter Weihnachtsbaum oder Adventskranz steht blitzartig in Flammen, eine umgefallene Kerze kann die Wohnung in Brand setzen. service:trends-Experte Ralf Ackermann warnt ausdrücklich vor echten Kerzen am Weihnachtsbaum! Sie sind immer noch Brandursache Nr. 1 an den Feiertagen. Doch auch bei elektrischer Weihnachtsbeleuchtung kann er keine Entwarnung geben. Kerzen, ob elektrisch oder aus Wachs, sollten nie unbeaufsichtigt brennen.

 

Wie sind Wohnungsbrände vermeidbar?

Þ            Nehmen Sie erste Anzeichen, die auf technische Defekte hinweisen ernst. Zum Beispiel Brandgeruch oder das wiederholte Rausspringen der Sicherungen. Die Stecker der Geräte sollten in diesen Fällen sofort aus der Steckdose gezogen werden. Die Reparatur sollten Sie aber nicht selbst übernehmen, sondern einem Fachbetrieb überlassen.

Þ            Da elektrische Geräte, wie Fernseher oder Lampen, Hitze entwickeln, sollten keine brennbaren Materialien in der Nähe stehen. Achten Sie in jedem Fall auf die Angaben, die in der Bedienungsanleitung stehen.

Þ            Kabel und offen zugängliche elektrische Leitungen dürfen keine Beschädigung an der Isolierung aufzeigen.

Þ            Steckdosen und Lichtschalter sollten fest in der Wand verankert sein und keine sichtbare Beschädigung aufweisen.

Þ            Brennbare Flüssigkeiten sollten nie in der Nähe von Feuerstellen oder Hitzequellen stehen. Ist ein Gegenstand deutlich heißer als handwarm, dann muss der Abstand noch vergrößert werden. Achten Sie auch hier auf die Angaben in der Bedienungsanleitung, die als Angabe auf dem Produkt stehen.

Þ            Schalten Sie Geräte (Unterhaltungselektronik, Küchengeräte etc. soweit vorhanden) über den Hauptschalter ab.

Þ            Stellen Sie den Tannenbaum möglichst in einen mit Wasser gefüllten Ständer und halten Sie geeignete Löschmittel bereit.

Þ            Lassen Sie Kerzen nur unter Aufsicht brennen.

Þ            Stellen Sie das Bügeleisen selbst bei kurzen Unterbrechungen bewusst in die dafür vorgesehene Halterung des Bügelbretts und schalten Sie es aus, wenn Sie den Raum verlassen.

Þ            Brandbeschleuniger: Lagern Sie kein brennbares Material im Heizungskeller und hantieren Sie dort nie mit Lösungsmitteln!

Þ            Wechseln oder reinigen Sie regelmäßig Ihren Filter in der Dunstabzugshaube, ansonsten besteht die Gefahr, dass Fettrückstände Feuer fangen.

Þ            Rüsten Sie Ihr Haus mit Rauchmeldern aus. Im Brandfall alarmiert er Sie rechtzeitig. Viele Brandopfer sterben nicht in den Flammen, sondern an den Folgen einer Rauchvergiftung. Übrigens: Rauchmelder sind ab 2014 Pflicht!

Þ            Stellen Sie Adventskränze nicht auf brennbare Unterlagen oder brennbare Gefäße.

Þ            Nach Silvester sind Weihnachtsbäume und Adventskränze sehr trocken und können explosionsartig in Brand geraten. Zünden Sie deshalb die Kerzen nicht mehr an.

Þ            Halten Sie als vorbeugende Maßnahme stets Löschmittel, z. B. eine Löschdecke, einen Handfeuerlöscher oder einen Wassereimer in Griffnähe. Berieseln Sie kritische Stellen bereits bei Brandgeruch oder kleiner Rauchentwicklung.

Ein Feuerlöscher gehört in jeden Haushalt!

Da im privaten Wohnbereich vor allem leicht brennbare Materialien, wie Holz, Textilien, Fette, Lacke etc., zu finden sind, bieten Schaum- und Pulverlöscher im Brandfall wirksamen Schutz.
Schaumlöscher eignen sich zum Löschen fester Materialien sowie flüssiger Stoffe. Sie ersticken Flammen durch Schaum, der sich wie ein dünner Film über den Brandherd legt.
Pulverlöscher eignen sich für feste Materialien als auch für brennende Gase. Das feinpulvrige Salzgemisch erstickt die Flamme. Alle Familienmitglieder, auch die Kinder, sollten schon vor dem Ernstfall wissen, wie der Feuerlöscher bedient wird. Wer im Brandfall erst die aufgedruckte Gebrauchsanweisung studieren muss, verliert wichtige Zeit. Ebenso wichtig ist es zu wissen, für welche brennbaren Stoffe sich Ihr Feuerlöscher eignet. Feste, flüssige oder gasförmige Stoffe sowie Fette und Metalle sind jeweils in eine Brandklasse eingeteilt. Auskunft über die Brandklasse geben die Piktogramme auf dem Gerät.
Äußerlich verändern Feuerlöscher sich kaum. Die Wirkung der Lösch- und Treibmittel von Feuerlöschern lässt im Laufe der Zeit aber nach. Die regelmäßige sachkundige Prüfung der Geräte ist deswegen unerlässlich. Der Bundesverband der Brandschutz-Fachbetriebe (bvbf) in Kassel empfiehlt spätestens alle zwei Jahre eine Prüfung, um im Ernstfall die volle Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten. Ein Blick auf die Prüfplakette gibt Auskunft darüber, wann die letzte Prüfung durchgeführt worden ist. Bei der sachkundigen Prüfung durch den Kundendienst eines Brandschutz-Fachbetriebes wird der Feuerlöscher geöffnet, das Löschmittel entnommen und dessen Einsatzfähigkeit kontrolliert. Eine rund 15-minütige Prüfung kostet zwischen 15 und 30 Euro.

 

 

 

 

 

Worauf ist beim Kauf von Feuerlöschern zu achten?

Pulver- und Schaumlöscher kosten zwischen 25 und 120 Euro, je nach Größe. Erhältlich sind sie im Baumarkt oder im Fachhandel.

Þ                                             Verwenden Sie nur geprüfte Feuerlöscher nach DIN EN 3 (früher DIN 14406).

Þ                                             Für den Hausgebrauch empfehlen sich so genannte Wasser- und Schaumlöscher für die Brandklassen A und B. Aber auch Pulverlöscher sind grundsätzlich geeignet. Nachteil bei diesen: Das Pulver verteilt sich weiträumig und führt im Vergleich zu Schaum zu deutlich höheren Verschmutzungen.

Þ                                             Feuerlöscher müssen über eine ausreichende Löschmittelmenge verfügen und dürfen nicht zu schwer sein. Es gibt zwar schon Feuerlöscher ab zwei Kilogramm, die haben allerdings nur eine geringe Wirkung.

Þ                                             Dauerdrucklöscher können nur ein einziges Mal verwendet werden und müssen deshalb auch nicht geprüft werden. Sie erfüllen im Ernstfall zwar ihren Zweck, müssen aber nach zwei Jahren ausgetauscht werden, auch wenn sie nicht benutzt worden sind.

Wie verwendet man einen Feuerlöscher?

Þ                        Nie gegen den Wind! Sprühen Sie stoßweise von unten in die Glut und nicht in die Flammen.

Þ                        Halten Sie Abstand und verteilen Sie das Löschpulver weiträumig.

Þ                        Löschen Sie Flächenbrände von vorne und von unten. Sprühen Sie immer auf das Brandgut, nicht in die Flammen.

Þ                        Wenn Sie Flüssigkeiten löschen, wie zum Beispiel brennendes Fett oder schmelzende Kunststoffe, löschen Sie die brennende Lache von oben nach unten.

Þ                        Setzen Sie bei größeren Bränden mehrere Feuerlöscher gleichzeitig und nicht nacheinander ein.

Þ                        Achten Sie auf Rückzündung und verlassen Sie die Brandstelle nicht.

Þ                        Unterschätzen Sie nicht die gesundheitliche Gefährdung durch Rauch- und Brandgase.

Þ                        Lassen Sie den Feuerlöscher sofort nach Gebrauch wieder füllen.

 

Wie sinnvoll sind Rauchmelder?

Die meisten Brandopfer sterben nicht durch die Flammen an sich, sondern an einer Rauchgasvergiftung. Der Alarm eines Rauchmelders warnt vor gefährlichem Brandrauch, der sich lautlos und schleichend in der Wohnung ausbreitet. Besonders nachts ist ein akustisches Signal wichtig, denn die meisten Opfer werden im Schlaf von Brand und Rauch überrascht. Deshalb ist es wichtig, dass die Gefahr schnell erkannt wird, denn bereits drei Atemzüge giftiges Kohlenmonoxid führen zur Bewusstlosigkeit, nach etwa zehn Atemzügen ist ein Mensch tot. Seit 2005 ist in Hessen gesetzlich vorgeschrieben, dass bei Neu- und Umbauten Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure oder andere Räume, die als Rettungswege dienen, mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen. Bestehende Wohnungen müssen bis zum 31.12.2014 nachgerüstet werden.

 

Worauf ist beim Kauf von Rauchmeldern achten?

Rauchmelder können Sie im Elektrofachhandel, bei Brandschutzfirmen, in Baumärkten und im Handel erwerben. Die Preise bewegen sich im Fachhandel zwischen 20 und 40 Euro pro Stück.

Þ                        Rauchmelder sollten über die CE-Kennzeichnung mit einem Hinweis auf die DIN EN 14604 oder das VdS-Prüfzeichen verfügen.

Þ                        Besonders gut eignen sich batteriebetriebene Rauchmelder, da sie auch funktionieren, wenn der Strom ausfällt.

Þ                        Batteriebetriebene Rauchmelder sollten einen Testknopf haben, damit man jederzeit überprüfen kann, ob das Gerät noch funktionsfähig ist. Einige Hersteller bieten sogar Geräte an, die sich erst anschließen lassen, wenn eine Batterie eingelegt ist.

Þ                        Meist ertönt ein akustisches Warnsignal, wenn die Batterie ausgetauscht werden muss. Normalerweise hält eine Batterie bis zu drei Jahre, sicherheits-halber sollte sie aber jährlich ausgetauscht werden.

 

Wie gefährlich ist elektrischer Strom?

Für den Menschen ist nicht nur die Stärke der elektrische Spannung (angegeben in V = Volt) gefährlich, sondern vor allem die elektrische Stromstärke (gemessen in A = Ampere). Je nach Stromstärke führt die Wärmeentwicklung eines Stromschlages zu inneren und äußeren Verbrennungen aller Schweregrade. An den Stellen, an denen der Strom in die Haut eindringt, bilden sich oft kleine, punktartige Verbrennungen. Für Laien kann es lebensgefährlich sein, an defekten Geräten herumzubasteln, beschädigte Leitungen gegen neue auszutauschen oder Installationen selbst auszuführen.

 

Wie kann man Unfälle mit Strom vermeiden?

Kabel und Stecker Reparieren Sie nichts selber! Steckdosen, Verlängerungskabel und Schalter sollten in einem guten Zustand sein. Damit das so bleibt, sollten Sie beispielsweise nicht die Anschlussleitungen von Geräten am Kabel aus der Steckdose ziehen. Außerdem sollten Sie festes Aufwickeln und Knickstellen vermeiden.
Glühbirnen und Leuchtmittel mit zu hoher Wattzahl können Lampen leicht zum Überhitzen bringen und Ursache eines Brandes werden. Deshalb darf zum Beispiel in eine Leuchte, die für eine 25-Watt-Glühbirne ausgerichtet ist, keine 100-Watt-Glühlampe eingeschraubt werden. Unterbrechen Sie beim Glühbirnenwechsel die Stromversorgung, entweder durch Abschalten der elektrischen Sicherung im Sicherungskasten oder durch das Herausziehen des Steckers aus der Steckdose. Es genügt nicht, den Lichtschalter auszuschalten: Die Spannungsfreiheit an der Leuchte ist damit nicht garantiert.

 

Durchgescheuerte Leitungen können Leuchten und Metallgehäuse oder -rohre unter Spannung setzen und zu einem elektrischen Schlag führen. Lassen Sie verdächtige Leuchten und Leitungen regelmäßig überprüfen und tauschen Sie durchgescheuerte Kabel aus bzw. lassen Sie sie austauschen.
Sicherungen verhindern, dass das Stromnetz oder elektrische Geräte überlastet werden und schützen wirksam vor Bränden. Reparieren Sie deshalb Sicherungen nicht selbst und überbrücken Sie sie nicht.
Nagetiere knabbern oft elektrische Leitungen an. Die Leitungen werden häufig bis auf die Strom führenden Kupferadern zerstört. Das Berühren der beschädigten Stellen stellt eine große Gefahr dar: Stromschlag und Brandgefahr.
Das Schlimmste verhindern: Beschädigte Leitungen unbedingt austauschen. Um Ihre Leitungen zu schützen, können Sie sie hoch hängen oder am Boden durch einen Kabelkanal beziehungsweise ein Leerrohr führen.
service: trends-Experte Ralf Ackermann rät: Wenn es zu einem Brand kommt: Erst den Stecker ziehen, dann löschen.

 

Gefahren in Bad und Küche

Bad: Wasser ist ein besonders guter Stromleiter! Das bedeutet, dass es extrem gefährlich werden kann, wenn Wasser in Verbindung mit Strom kommt.

Þ                  Stecken Sie alle Geräte aus, bevor Sie duschen gehen oder sich in die Badewanne legen.

Þ                  Kontrollieren Sie den Sicherheitsabstand zwischen den Steckdosen und der Badewanne. Er sollte mindestens 60 cm betragen.

Þ                  Legen Sie alle elektrischen Geräte außer Reichweite und stabil ab, wenn Sie in der Badewanne liegen, sodass diese nicht aus Versehen in Kontakt mit dem Wasser kommen.

Þ                  Benutzen Sie im Bad keine elektrischen Geräte, wenn Sie nasse Hände haben.


Küche:

Þ      Trennen Sie die Geräte vor dem Putzen vom Netz.

Þ      Tauchen Sie Ihre Haushaltsgeräte, wie den Mixer, nicht ins Wasser, sondern wischen Sie sie mit einem feuchten Tuch ab.

Þ      Lassen Sie die Geräte nach dem Abwischen vollständig trocknen, bevor Sie sie erneut verwenden.

Þ      Zuerst das Gerät ausschalten, dann erst den Stecker aus der Steckdose ziehen.

Þ      Pro Steckdose dürfen nur so viele Haushaltsgeräte angeschlossen werden, dass alle zusammen 3.500 Watt nicht überschreiten. Ansonsten führt die Verwendung von Multisteckern zu einer Überlastung oder sogar zum Brand. Die Belastungsangabe in Watt (W) finden Sie auf dem Produkt bzw. der Bedienungsanleitung. Ein Wasserkocher und eine Kaffeemaschine können diesen Belastungswert bei gleichzeitiger Nutzung bereits überschreiten. Staubablagerung und Einbau hinter Einbauschränken ohne ausreichende Belüftung können die Brandgefahr ebenfalls begünstigen.

Wie sinnvoll ist ein FI-Schutzschalter?

Haushaltssicherungen schützen nicht automatisch vor einem elektrischen Schlag: Die Sicherungen springen meist erst heraus, wenn ein Strom von mindestens
16 oder mehr Ampere fließt. Damit sind aber nur Leitungen und Elektrogeräte geschützt. Lebensrettend wirken oft Fehlerstrom-Schutzschalter, kurz: FI-Schutzschalter oder RCDs (für residual current device): Das sind kleine, in den Wohnungsverteiler montierte Geräte. Auch einzelne Steckdosen lassen sich mit mobilen oder festinstallierten RCDs sichern.
FI-Schutzschalter (mit einem Auslösestrom zwischen 10 mA und 30 mA) sind unverzichtbar, wenn

Þ                  Wasser und Strom in Kontakt kommen: Zum Beispiel im Bad oder bei Aquarien.

Þ                  das Risiko hoch ist, dass Stromleitungen beschädigt werden, etwa bei Rasenmähern oder elektrischen Heckenscheren.

Þ                  ein Benutzer, zum Beispiel ein Kind im Kinderzimmer, die Gefahren des Stroms nicht einschätzen kann. 

Welche elektrischen Geräte sind besonders gefährlich?

Elektrische Lichterketten sind als Weihnachts-, Wohnungs- oder Partybeleuchtung sehr beliebt. Sie gehören gleichzeitig aber zu den Produkten, die besonders oft wegen nachlässiger Ausführung vom Markt genommen werden müssen. Die Gefahr eines Stromschlages ist bei unsachgemäßer Konstruktion und mangelhafter Isolation groß und kann auch zum Brand führen.
Die Gefahr eines Stromschlages bei mangelhaften Lichterketten ist sehr groß! Tipp von service: trends-Experte Jürgen Ripperger: "Achten Sie auf das VDE-Prüfzeichen! Nur so gehen Sie sicher, dass Sie ein Produkt kaufen, das bereits vor der Markteinführung streng kontrolliert worden ist."
Mängel bei Lichterketten: Leitungen sind nicht ausreichend isoliert, Zugentlastungen der Leitungen fehlen oder die Stecker sind nicht normgerecht. Häufig sind die Leitungen auch einfach viel zu dünn und können entweder brechen oder sich unzulässig erwärmen. Das VDE-Institut stellte bei Marktuntersuchungen von Produkten, die ausdrücklich für den Außenbereich vorgesehen waren, eklatante Mängel fest: Entweder waren die Dichtkappen der Glühbirnen undicht und konnten von Hand abgezogen werden oder die verwendeten Stecker oder Netzteile waren nicht feuchtigkeitsgeschützt. Bei Billigprodukten aus Fernost ist zudem der Missbrauch von CE-, GS- oder anderen Sicherheitszeichen hoch. Inzwischen werden vom VDE-Institut umfangreiche Marktkontrollen auch in Zusammenarbeit mit dem Zoll durchgeführt, sodass man grundsätzlich dem VDE-Zeichen vertrauen kann.
Brandgefahr: Lichterketten können eine Brandgefahr sein, da Birnen oder andere Leuchtmittel oft mit brennbaren Materialien überzogen werden, zum Beispiel mit Papier, Lack oder Stroh. Diese Materialien erschweren die Ableitung der Wärme. Es entsteht Stauwärme, die dazu führen kann, dass das brennbare Material sich entzündet.

 

 

 

Strom – draußen oder drinnen? Prüfen Sie die Angaben auf der Packung oder in der Bedienungsanleitung und vergewissern Sie sich, ob Sie das Gerät auch draußen einsetzen dürfen. Es muss einen Hinweis in deutscher Sprache geben. Geräte, die ausdrücklich nur für den Gebrauch in Räumen bestimmt sind, dürfen nicht im Freien verwendet werden. Denn sonst kann Feuchtigkeit eintreten, die einen Kurzschluss verursacht. Besonders in der Adventszeit wird dieser Grundsatz oft missachtet: Lichterketten, die ausdrücklich nur für den Wohnraum bestimmt sind, schmücken Balkone oder Fichten und Tannen im Garten.
Lichterketten gibt es mit einer Netzspannung von 230 Volt oder mit einem Transformator (24-Volt-Kleinspannung). Der Trafo-Betrieb hat den Vorteil, dass Menschen nicht gefährdet sind, wenn sie ein Strom führendes Teil berühren, zum Beispiel die Lampenfassung.
Auch Mehrfachsteckdosen können riskant sein: Bei mangelhafter Fertigung und ungeprüften Produkten kann schon einmal eine Schutzleiter fehlen. Zudem kann das Anschlusskabel schlecht fixiert sein. Als Folge davon reißen die inneren Leitungen ab und liegen frei: Im harmlosesten Fall gibt es dann einen Kurzschluss. Es kann aber auch sein, dass die Leitungen verschmoren und einen Brand auslösen. Im Zuge seiner Marktkontrollen stieß der VDE aber auch auf Mehrfachsteckdosen, deren Leitungsadern brüchig waren und die daraufhin sehr schnell überhitzen, da sie den Anforderungen der möglichen Stromstärke nicht gewachsen waren. Ungeprüfte Produkte haben außerdem Gehäuse, die leicht zerbrechen. Der Missbrauch von CE- oder GS-Zeichen ist auch bei den Mehrfachsteckdosen häufig.
Bei billigen Kaffeemaschinen kommt es vor, dass sich die Bodendeckung viel zu nah an der Elektronik befindet. Minderwertiger Kunststoff wirkt zusätzlich brandbeschleunigend. Auch minderwertige Tischgrills können gefährlich werden: Der VDE stieß auf ein Gerät, bei dem der Sicherheitsschalter fehlte. Dieser unterbricht normalerweise die Stromzufuhr beim Herausnehmen des Heizstabes. Bei dem im Film gezeigten Gerät glühte der Heizstab weiter. Brandgefahr!
Auch vor Haartrocknern warnt der VDE, wenn sie über keinen eingebauten Temperaturregler verfügen. Normalerweise schalten sie ab, wenn Haare oder Staub in die Lüftung geraten. "Elektroschrott" verfügt nicht über solche Sicherheitsvorkehrungen und fängt irgendwann an zu brennen.

 

Wo gibt es Informationen über gefährliche elektrische Geräte?

Jeden Freitag veröffentlicht die EU-Kommission eine Übersicht über gefährliche Produkte, die ihr von den einzelstaatlichen Behörden gemeldet wurden (RAPEX-Meldungen). In dieser wöchentlichen Übersicht sind alle Informationen über das Produkt, die von ihm ausgehende Gefahr und die Maßnahmen zusammengefasst, die in dem betreffenden Land ergriffen wurden. RAPEX ist das Schnellwarnsystem der EU für alle gefährlichen Konsumgüter, mit Ausnahme von Nahrungs- und Arzneimitteln sowie medizinischen Geräten. Erfasst werden sowohl Maßnahmen der einzelstaatlichen Behörden als auch freiwillige Maßnahmen der Hersteller und Händler.

 

 

Worauf ist beim Kauf von elektrischen Geräten zu achten?

Für alle europäischen Länder gibt es einheitliche Sicherheitsstandards.
Sie sind an den nationalen Sicherheitszeichen, wie VDE, GS, TÜV, (Deutschland) oder beispielsweise IMQ (Italien) und KEMA (Niederlande), zu erkennen. Darüber hinaus muss jedes Elektroprodukt in Europa durch den Hersteller mit der CE-Kenn-zeichnung versehen werden.
CE-Kennzeichnung: Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass sein Produkt die Mindestanforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz der entsprechenden europäischen Richtlinien einhält. Als sichtbares Zeichen der Übereinstimmung mit diesen Richtlinien müssen die Produkte das CE-Kennzeichen tragen. Die CE-Kennzeichnung ist kein Sicherheitszeichen, sondern für die Überwachungsbehörden gedacht.
GS-Zeichen: Im Gegensatz zur europäischen CE-Kennzeichnung ist das GS-Zeichen ein ausschließlich nationales (deutsches) Sicherheitszeichen. Es zeigt an, dass eine zugelassene GS-Prüfstelle nach gründlicher Untersuchung festgestellt hat, dass das Produkt alle Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die Prüfung ist für den Hersteller freiwillig und nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die Fertigung der Produkte mit GS-Zeichen wird durch die GS-Prüfstelle überwacht. In Verbindung mit dem GS-Zeichen muss immer auch die Prüfstelle genannt werden, die die Prüfung vorgenommen hat. Ein Prüfzeichen allein mit den Buchstaben „GS“ ist ungültig und unzulässig. Häufig sind solche Zeichen eine Fälschung.
VDE-Zeichen: Elektrotechnische Produkte mit VDE-Zeichen sind anhand anerkannter Normen, Richtlinien- und gesetzlichen Anforderungen vom Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) auf elektrische, mechanische und weitere Gefährdungen geprüft worden. Die Fertigung von Produkten mit VDE-Zeichen wird regelmäßig überwacht. Das VDE-Institut erteilt auch das GS-Zeichen, das dann zusätzlich zum VDE-Zeichen auf dem Produkt aufgebracht werden kann.

 

Woran erkennt man sichere gebrauchte Geräte?

Bei Geräten, die Sie auf einem Flohmarkt oder einer Internet-Auktion kaufen, dürfen keine Strom führenden Teile oder Leitungsenden frei zugänglich sein. Auch die Elektro-Anschlussleitung muss unbeschädigt sein! Sowohl Bedienungsanleitung als auch alle Zubehörteile sollten noch vorhanden sein. Die Bedienungsanleitung sollten Sie vor dem Einschalten Ihres neuen Gerätes unbedingt lesen. Bewahren Sie sie griffbereit auf und beachten Sie die Herstellerangaben für den sicheren Umgang mit dem Gerät sowie zu Wartung und Pflege.

 

Wer ist zuständig für eine regelmäßige Inspektion der elektrischen Anlage im Haus?

Erst kürzlich hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil verkündet, dass eine regelmäßige Inspektion der elektrischen Anlage im Haus nicht zu den Pflichten des Vermieters gehört. Vermieter müssen zwar Mängel, von denen eine Gefahr für die Mietwohnung ausgehen könne, unverzüglich beheben. Ohne konkreten Anlass oder Hinweise auf Mängel bestehe jedoch keine regelmäßige Überprüfungspflicht. Der Vermieter ist jedoch verpflichtet, die „Mietsache“ in einem verkehrssicheren Zustand zu erhalten. Aus diesem Anlass empfiehlt der Zentralverband des Elektrohandwerks Vermietern und Hauseigentümern eine regelmäßige Kontrolle der elektrischen Anlagen gemäß VDE-Bestimmungen. Das heißt: Einen so genannten E-Check. Dieser zählt zu den umlegbaren betrieblichen Nebenkosten eines Mietobjekts.

 

Wie gefährlich sind Gasgeräte?

Seit vielen Jahren müssen Gasgeräte mit einer Flammenüberwachung ausgerüstet sein. Sie sorgt dafür, dass die Gaszufuhr unterbrochen wird, wenn die Flamme erlischt. Lassen Sie die Gasanlage und die Leitungen regelmäßig von einem qualifizierten Techniker überprüfen. Legen Sie niemals selbst Hand an!

Richtiger Umgang mit Gasgeräten:

Þ                  Lassen Sie regelmäßig Ihren Kamin kontrollieren, damit ein vollständiger Rauchabzug gewährleistet ist.

Þ                  Kontrollieren Sie beim Kauf eines neuen Gerätes oder Ersatzteils für Ihre Gasanlage, ob sie über das vom Gesetz vorgeschriebene CE-Kennzeichen verfügt.

Þ                  Ihr Gasherd sollte mit einer Abzugshaube ausgestattet sein, die das Gas nach außen leitet.

Þ                  Kontrollieren Sie den Gummigasschlauch zwischen dem Schieber und dem Gasherd auf Risse und undichte Stellen und lassen Sie ihn alle fünf Jahre vom Fachmann austauschen.

Þ                  Drehen Sie den Gasabsperrhahn zu, wenn Sie für längere Zeit abwesend sind.

Þ                  Gasflaschen mit Propan oder Butan werden überwiegend im Camping- und Gartenbereich genutzt. Diese Flaschen sind so an Geräte anzuschließen, dass die Verbindung dicht ist. Eine Dichtungsprobe keinesfalls mit einer offenen Flamme durchführen. Im Handel sind so genannte Lacksprays zur Überprüfung erhältlich.

Þ                  Deponieren Sie Gasflaschen immer außerhalb des Gartenhauses oder Campingwagens.

Þ                  Gasflaschen dürfen nicht im Keller oder in tiefer gelegenen Räumen gelagert werden. Austretendes Gas ist schwerer als Luft, sammelt sich am Boden und kann explosive Gemische bilden.


Was reagiert man auf Gasgeruch?
Wenn Sie im Hausflur oder in der Wohnung den typischen Geruch von Gas feststellen, müssen Sie davon ausgehen, dass Gas austritt. Um eine folgenschwere Explosion zu vermeiden, müssen sofort einige Maßnahmen ergriffen werden.

Þ                  Betätigen Sie keine elektrischen Geräte.

Þ                  Klingeln Sie nicht an der Wohnungstür, wenn Sie Ihren Nachbarn warnen. Machen Sie durch Rufen aufmerksam.

Þ                  Sperren Sie nach Möglichkeit das Ventil zum Gaszähler ab oder schließen Sie den Hauptgashahn im Keller.

Þ                  Lüften Sie das Gebäude, öffnen Sie Fenster und Türen.

Verlassen Sie mit Ihren Mitbewohnern das Gebäude.


 

   

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